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Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
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16. Januar 2017

Prämie 2017 - unerrreichbare Ziele - Zweiklassengesellschaft???



Statt Lohnanpassung für Alle, gibt es 2017 erneut nur eine margere Prämie

OBI versucht nun wieder ein billiges Prämienmodell 2017 einzuführen. Es soll überwiegend gleich sein zum Prämienmodell 2016.
Im Jahr 2016 wird die Jahresprämie in den Märkten kaum erreicht werden. 
Zur Erinnerung: Wenn der Jahresumsatz zum Plan überschritten wurde, erhalten die Kollegen in den Märkten 5% vom Mehrumsatz. Diese Summe muss dann noch durch die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) geteilt werden. Teilzeitkräfte werden anteilig berechnet.
Welcher Markt bekommt für 2016 diese Jahresprämie? Kaum jemand, oder? Diese unsinnige Prämie soll 2017 erneut unverändert beibehalten werden.

Die Monatsprämie (mind. 90% vom Vorjahresumsatz) wird ja durchaus erreicht, damit die Mitarbeiter nicht komplett verzweifeln, weil es nunmehr seit 2 1/2 Jahren keine Lohnanpassung mehr gibt. Oft liegt die Prämie um die 50 €, machnchmal aber eben auch nichts, weil beim Monatsumsatz nicht einmal 90% erreicht worden ist.
Auch dies soll dieses Jahr erneut beibehalten werden. 

Aber eine Änderung gibt es für  2017 dann doch. Die kleinen Märkte, vornehmlich Märkte der Marktgruppe 3, müssen hingegen mind. den Planumsatz erreichen. Haben die Mitarbeiter in der Vergangenheit je eine Prämie für das Erreichen eines Planumsatzes erziehlt. Wohl eher selten. 
Die Marktgruppe 3 Märkte werden ja bekanntlich runtergeplant (bis zu 3,6% weniger Umsatz als zum Vorjahr). Dafür wird aber deutlich das Personal reduziert, ca. 3 - 6 FTE (Vollzeit Beschäftigte). Ob der neu reduzeirte Umsatzplan erreicht werden wird, bei unbesetzten Abteilungen, weil es dort keine Mitarbeiter mehr gibt, bleibt abzuwarten.

Die Projektprämie:
Hier waren für das Zielerreichen des Projektumsatzes pro Projektkategorie pro Projektverkäufer 1300 € vorgesehen. Hier sind die Ziele so hoch gesetzt worden, dass kaum ein Markt bzw. kaum eine Projektkategorie eines Marktes erfolgreich davon partizipieren kann, d.h. leer ausgeht, wie so oft.
Natürlich bleibt auch dies unverändert zu 2016. Neu hinzu kommt der Gartenprojektverkäufer. 1300€ pro Projektverkäufer Bauen oder Garten ist nun vorgesehen.
Aber jetzt beginnt das Chaos!
Was OBI sich hier ausgedacht hat, ist unübersichtlich, nicht transparent und nicht überprüfbar für den betroffenen Mitarbeiter. Nach wie vor, bleiben Mitarbeiter von der Prämie ausgeschlossen, obwohl diese ebenfalls in die entsprechende Warengruppe Umsatz mit eingebracht haben. Das ist doch ungerecht! 
2017 müssen nicht nur die hoch gesteckten Umsatzziele erreicht werden, sondern der Projektverkäufer wird zukünftig anteilig berechnet. Je nachdem zu wieviel % der Mitarbeiter als Projektverkäufer tätig ist oder nicht, so bekommt dieser auch nur anteilig eine mögliche Prämie, wenn dieser nicht zu 100 % als Projektverkäufer tätig ist. Somit reduzieren sich die 1300€ ggfs. erheblich. 

Das Tolle ist, der Projektverkäufer hat darauf keinen Einfluß, sondern er ist bei der prozentualen Bewertung und Einstufung auf den guten Willen des Marktleiters angewiesen. Wie soll es denn möglich sein, zu messen, zu wieviel Prozent ein Mitarbeiter in der jeweiligen Projektgruppe arbeitet. Muss jetzt jeder Mitarbeiter Protokoll führen über seine Tätigkeiten. "Kontrollstaat" läßt grüßen. Nein! Der Marktleiter oder irgendeine Bürokraft stellt den prozentualen Wert irgendwie in ein Softwaretool ein. Na dann viel Glück!

Alle anderen Mitarbeiter gehen weiterhin leer aus. Aber für die unwichtigen Tätigkeiten, sind diese Kollegen dann noch gut genug. 
Die Projektverkäufer hingegen, werden sich zukünftig hüten, andere Tätigkeiten zu übernehmen. Sie werden Kunden, die kein Projekt wollen, an die "einfachen Mitarbeiter" verweisen oder sich gegenseitig die Kunden wegreißen. Ein Hauen und Stechen ist die Folge. 

Willkommen in der Zweiklassengesellschaft!

An die OBI Geschäftsführung: 
Zahlt endlich nach Tarif. Wir brauchen keine Allmosen. Wir wollen fair und gleich bezahlt werden. Kümmert Euch! Aber nicht mit intransparenten Prämiensystemen oder schlechen Vergütungsstrukturen!!!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden es Euch danken!










3. Januar 2017

(Update) Es geht um viel! Es geht um unsere Zukunft!



Pünktlich zum Jahreswechsel öffnet die OBI-Geschäftsleitung die Büchse der Pandora noch ein kleines Stück mehr.
Es wurden weitere Details der geplanten "Anpassungen" für die Märkte bekannt.

Personalabbau:
Für Märkte, welche zukünftig im Cluster 3 oder wie sie jetzt genannt werden "Marktgruppe C" sind, ist folgendes geplant:
- Öffnungszeiten und Warenannahmezeiten werden reduziert
- OBI spricht an entfällt für diese Märkte weitestgehend
- Aufträge werden wieder in den Abteilungen freigegeben und der Verkauf wird Ware selbst verräumen
- Es wird in diesen Märkten keine Werbe-Beilagen mehr geben
- in der Folge werden Stellen abgebaut

Viele Mitarbeiter in den Märkten der Marktgruppe C werden ihren Job durch diese Maßnahmen verlieren.
Auf Nachfrage, wieviel Personal denn von diesen Einsparungsmaßnahmen betroffen sein wird, gab es die Antwort:
"Bis zu 6 (Vollzeit-)Stellen pro Markt werden abgebaut!"
Mittelfristig sollen dann zusätzlich in allen Märkten die Stellen im Wareneingang  komplett wegfallen. Hier wird es dann wohl ebenfalls zu einem nicht unerheblichen Personalabbau kommen.

Personaleinsatzplanung:
Minusstunden sind weiterhin ein sehr großes Thema. Selbstverständlich sei das lt. Arbeitgeber alles freiwillig und man werde dies mit den Mitarbeitern vor Ort "besprechen".  Wir alle wissen doch was freiwillig heißt!
Genau aus diesem Grund reisen seit geraumer Zeit wohl die Vertriebsleiter durch die Märkte und versuchen den Abschluss von Betriebsvereinbarungen zum Thema Arbeitszeit hinauszuzögern bzw. zu verhindern.

Während Mitarbeiter der Märkte im Januar und Februar zu Hause bleiben sollen und fleißig Minusstunden machen dürfen, sollen Dienstleister (Leiharbeiter) deren Arbeiten übernehmen. Egal ob Muster aufbauen, Preise auszeichnen, Regale einräumen. Alles sollen Leiharbeiter übernehmen während die Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen.
Natürlich dürfen diese Minusstunden dann in den Monaten März/April/Mai/Juni durch längere Anwesenheit und zusätzliche Samstage wieder ausgeglichen werden. Ziel ist es eine „zielgerichtete Personalausstattung“ zu haben. Hier kommt ein "MBT-Tool" zum Einsatz.
Kurz und knapp:
Dieses Tool soll berechnen wie viele Minusstunden Mitarbeiter machen müssen wenn der Umsatz zurückgeht, bzw. wann Mitarbeiter nicht gebraucht und nach Hause geschickt werden und, wann wieviel Personal gebraucht wird um Personal flexibel einzusetzen.
Personaleinsatzplanung unterliegt der Mitbestimmung durch die Betriebsräte! Betriebsräte entscheiden darüber ob es Minusstunden gibt oder ob nicht!
Sprecht Eure Betriebsrate an!


Urlaub:
In den Saisonzeiten soll es nach dem Willen des Arbeitgebers eine komplette Urlaubssperre nur für die Märkte geben!
In den Monaten März/April/Mai/Juni sollen Mitarbeiter der Märkte also keinen Urlaub nehmen dürfen!
Urlaubsplanung unterliegt der Mitbestimmung durch die Betriebsräte! Betriebsräte entscheiden ob es Urlaubssperren gibt oder ob nicht!
Sprecht Eure Betriebsräte an!


Testkäufe:
Unser Arbeitgeber plant eine neue Art von Testkäufen einzuführen. Diese werden bereits in einigen Märkten getestet, natürlich wie immer ohne die Arbeitnehmervertretungen vorher darüber zu informieren.
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Testkäufe fast immer zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle von Mitarbeitern genutzt werden, auch wenn Arbeitgeber etwas anderes behaupten! Job der Betriebsräte ist es Mitarbeiter vor einer übermäßigen Leistungs- und Verhaltenskontrolle zu schützen! Sprecht mit Euren Betriebsräten darüber!
Der Arbeitgeber wurde vom GBR aufgefordert eine Gesamtbetriebsvereinbarung zu diesem Thema abzuschließen!
Es geht nicht darum Testkäufe grundsätzlich zu verhindern, sondern darum den Schutz der Mitarbeiter im Markt zu gewährleisten!

Visapix:
Hier plant der Arbeitgeber ebenfalls eine Veränderung des aktuellen Systems. In vielen Märkten hängen die Visapix-Personenzählanlagen (Kameras) in den Windfängen im Eingangsbereich der Märkte. Der Standort soll nun verändert werden, was gegen die aktuelle Gesamtbetriebsvereinbarung verstößt. Ein Anwalt wird nun klären, in wie weit die GBV geändert oder angepasst werden muss.

Gehalt:
Unser Arbeitgeber macht weiterhin Druck um schnellstmöglich Vereinbarungen mit den Betriebsräten zu Lohn und Gehalt bzw. Arbeitszeit abzuschließen.
Betriebsräte können mit so einer Vereinbarung N I C H T S für Mitarbeiter verbessern, eher sind Verschlechterungen wahrscheinlich, da Betriebsräte bei der Höhe der Gehälter rechtlich keinerlei Mitsprache haben. Es gibt dabei keine Verbindlichkeit - ganz im Gegensatz zu Tarifverträgen.

Fazit:
Eine GBV zu Lohn und Gehalt wäre de Facto das Ende der Tarifbewegung bei OBI!
Eine GBV ist auch nicht gleichzusetzen mit einem Tarifvertrag! Schwerwiegende Folge wäre, dass der AG in Zukunft nur noch alleine über Höhe der Gehälter, Sonderzahlungen (Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld), Anzahl Urlaubstage, Zuschläge usw. entscheiden kann.
BR und Mitarbeiter können hier nur verlieren und nichts Sicheres erreichen. Einziger Gewinner wäre der AG, da er eine Monopolstellung bei weiteren Verhandlungen erreicht und die Stellung der Betriebsräte und Gewerkschaften extrem schwächt.
Besonders zu erwähnen sind die Auswirkungen für derzeit noch Tarifgebundene, bzw. die vielen sich noch in der sogenannten Nachbindung/Wirkung befindlichen Märkte.
Alle aufgrund Tarifvertrag geltenden Rechte und Ansprüche entfallen mit einer GBV unmittelbar!


1. Januar 2017

Ein frohes Neues Jahr.




Die Blog Redaktion wünscht allen Verdianerinnen und Verdianern, allen Kolleginnen und Kollegen bei OBI, sowie allen Leserinnen und Lesern des OBI-ver.di-Infoblogs ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr! Vielen Dank auf diesem Weg an alle die uns unterstützt haben und weiterhin unterstützen. Dank an alle die sich in der Vergangenheit für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei OBI eingesetzt haben und weiter einsetzen werden.

 

Auch wenn die OBI-Betriebsräte durch das schändliche Verhalten unseres Arbeitgebers zwei ihrer Aktivsten verloren haben, werden die Anstrengungen für eine Verbesserung bzw. Erhaltung der Arbeitsbedingungen nicht sinken.

2017 wird ein ereignisreiches Jahr bei OBI werden. Es wird Veränderungen geben, so oder so.
Unser Arbeitgeber plant bereits einschneidende Veränderungen, teils sind diese auch bereits in der Umsetzung. Diese Veränderungen bedeuten in der Mehrheit eine Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter der Märkte, nicht zuletzt durch eine Zunahme der Belastungen des Einzelnen.
Arbeitsverdichtung, dadurch vermehrt auftretende physische und vor allem auch psychische Belastungen die krank machen. Eine Verschlechterung der Lage Arbeitszeiten ist geplant und dadurch eine noch weitere Einschränkung der im Handel sowieso bereits eingeschränkten Freizeit. Für viele wird es eine Verschlechterung der Entlohnungsgrundsätze geben, sowie Einschränkungen bei der Urlaubsplanung und nicht zuletzt weiteren Personalabbau.

Wir hoffen das die Ausdauer und Energie der betroffenen Mitarbeiter reicht, um die anstehenden Aufgaben zu meistern und dies gesund zu überstehen. 
 

24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Die Blog Redaktion wünscht allen Verdianerinnen und Verdianern, allen OBI Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen Leserinnen und Lesern des OBI-ver.di-Infoblogs  ein frohes, gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.
Nutzen Sie die Zeit zur Besinnung und Regeneration und genießen Sie die Tage im Kreise Ihrer Familien und Freunde!  

 

14. Dezember 2016

Es geht um viel! Es geht um unsere Zukunft!


So nach und nach kommt anś Licht, was die OBI Geschäftsleitung für die nächsten Monate für uns plant. Nach der Entfernung der alten unbequemen GBR-Spitze, durch die Schließung bzw. den Verkauf der Märkte Augsburg und Sömmerda welche der OBI Führung ganz offensichtlich bei ihren Vorhaben im Weg waren, folgt nun der nächste Schritt:
Die "Anpassung" von Löhnen, Arbeitszeiten und der Personaleinsatzplanung.

Der Gesamtbetriebsrat OBI Deutschland wurde kürzlich über die demnächst beabsichtigten Schritte informiert. Über und mit dem GBR möchte OBI dieses Vorhaben durchsetzen und somit eine vollständige Abkehr vom Tarifsystem herbeiführen. In den noch verbliebenen Märkten mit Tarifbindung soll diese dann ebenfalls gekündigt werden.

Es geht um sehr viel!
Denn es geht um die Zukunft der Arbeitsbedingungen und der Einkommenssituation aller Mitarbeiter in allen OBI Märkten.

So sollen u.a.:
- Neue Lohnstrukturen mit neuen Lohngruppen
- Änderungen der Arbeitszeiten durch "Flexibilisierung"
durchgesetzt werden!


Als anstehende "Flexibilisierungsmaßnahmen wurden u.a. benannt:

- Änderung/Anpassung der Arbeitszeiten (z.B. geteilte Dienste)

- Änderung der Arbeitsorganisation
- Änderung von Arbeitsverträgen
- Aufbau von Minusstunden in "schwachen Zeiten" und dafür dann bei Bedarf länger arbeiten
- Wegfall freier Tage in der Saison
- (zusätzliche) "freiwillige" Samstagsarbeit und Überstunden
- Die "Teure" Ressource Personal muss "richtig" eingesetzt werden!


Die neuen Lohnstrukturen sollen in 8 (Lohn)Gruppen, sogenannte "Level" eingeteilt werden:

1   = Marktleiter
2   = stellv. Marktleiter
3a = Gartencenterleiter
3b = Bereichsleiter Logistik,Bereichsleiter Servicecenter/Kasse
4   = Projektverkäufer,Mitarbeiter ORS-Koordination,Küchenverkäufer,
                  Gartenplaner,Werkstattmeister
5   = Fachverkäufer,Disponenten,Kundenkontakter,Merchandiser,
                  Kassenaufsicht,WE-Leiter
6   = MA-Servicecenter,MA-ORS
7   = MA-Wareneingang,MA-Verprobung,MA-Kasse
8   = MA Verräumung

Zusätzlich sollen regionale Unterscheidungsmerkmale eingeführt werden (Regionalfaktoren) wobei 1 den niedrigsten und 4 den höchsten Faktor hat:

Region 1
- gültig für Brandenburg,Mecklemburg-Vorpommern,Sachsen,
  Sachsen-Anhalt,Thüringen

Region 2
- gültig für Berlin,Schleswig-Holstein,Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen,
  Bremen,Dresden,Erfurt,Leipzig

Region 3
- gültig für NRW,Hessen,Baden-Würthemberg,Bayern

Region 4
- gültig für Hamburg,Düsseldorf,Köln,Frankfurt,Stuttgart,München

Bedeutet: In Region 1 wird am niedrigsten und in Region 4 am höchsten für die gleiche Tätigkeit gezahlt!
Zusätzlich sollen "zu hohe" aktuelle Löhne auf Dauer "angepasst" werden.
Löhne sollen "wirtschaftlich machbar" sein.

Etwas Vergleichbares ist vor einiger Zeit auch bei Globus passiert. Die Globus Betriebsräte haben mittlerweile schmerzlich erkannt wozu sie sich haben missbrauchen lassen! 
   

6. Dezember 2016

Lohndumping bei OBI ! Mitarbeiter bei OBI müssen Opfer bringen ! Es reicht !


Seit nunmehr zwei Jahren erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Lohnanpassungen.
Alle entfernen sich mit der Gehaltshöhe immer weiter weg vom Tarif . Die Schere wird also immer größer. In vielen Märkten wird inzwischen wieder deutlich unter 90% zum aktuellen Tarif gezahlt.

Das Unternehmen OBI lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon zu lange "ausbluten", weil einfach nicht mehr Geld in die Lohntüte kommt. Stattdessen speist man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z.B. mit billigen 25 € Tank- oder Lebensmittelgutscheine ab, wenn ein bestimmter Beratungsanteil erreicht worden ist.
Aber auf Grund von technischen Manipulationen erreichen die meisten Märkte noch nicht einmal diese Ziele, um diesen Gutschein auch erhalten zu können. Also wird selbst dieser allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verwehrt.

Und wo bleibt nun unser eingespartes Tarifgehalt?

Dieser Artikel sagt Euch, welches Opfer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen.
Dies ist eine von vielen Wahrheiten bei OBI. Unser Gehalt geht einfach woanders hin. Bitte Lesen und Ihr wisst wo Euer Tarifgehalt verpufft.


Heimwerkermarkt
  
Baumax-Integration kostet Obi Millionen
 





Von Thomas Pressberger
  
Deutsche Baumarktkette investierte allein im vergangenen Jahr rund 58 Millionen

Euro in Baumax-Standorte.
 
 
Wien
 
Die deutsche Baumarktkette Obi hat für die Integration der 49 ehemaligen Baumax-Standorte in Österreich tief in die Tasche gegriffen. Investitionen in Marktausstattung, Systemtechnik, Anpassungen der Bauten sowie Marketing und Werbung im Rahmen der Neueröffnung schlugen sich allein 2015 mit 58,4 Millionen Euro nieder. Der Jahresverlust der Österreich-Tochter Obi Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH lag 2015 bei 50,9 Millionen Euro nach einem Plus von einer Million im Jahr davor.

Von den 49 Standorten eröffneten bereits 48 im Dezember 2015, der letzte wurde Anfang Februar dieses Jahres aufgesperrt. Obi erweiterte dadurch seinen Auftritt über die Bundesländer Tirol, Wien und Niederösterreich hinaus nach Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg.

Um die Finanzierung zu stemmen, musste die Mutter, die deutsche Obi GmbH, Kapital in Höhe von 100 Millionen Euro zuschießen. Der Österreich-Umsatz erhöhte sich durch die Integration bereits 2015 um 19 Prozent auf 114,2 Millionen Euro. Die ehemaligen Baumax-Märkte trugen allein im Dezember 18 Millionen Euro bei, während die Umsätze in den bestehenden Obi-Märkten und in jenen der Franchise-Nehmer leicht zurückgingen. Ohne Übernahme wäre der Marktanteil von Obi in Österreich also leicht geschrumpft, so aber machte sich die deutsche Baumarktkette auf einen Schlag und mit Abstand zum Marktführer.

Rund 2400 Mitarbeiter wurden übernommen, zuvor hatte Obi im Jahresdurchschnitt 450 Beschäftigte.
 
 
Schwierigkeiten in Slowenien
 
 
 
Alle neu erworbenen Märkte werden von der Obi Bau- und Heimwerkerzentrale selber betrieben und nicht an Franchise-Partner vergeben. Obi hat in Österreich vier Franchise-Nehmer, die 16 Märkte betreuen.

Obi wollte sich auf Fragen der "Wiener Zeitung" zu den Geschäftszahlen und strategischen Themen nicht äußern. Dem Jahresabschluss ist jedoch zu entnehmen, dass sich das Unternehmen nach der Umstellung der Märkte und Schulung der Mitarbeiter heuer auf Konzeption und Umsetzung von Kundenbindungsprogrammen, Online-Auftritt und Synergien durch die Baumax-Übernahme konzentriert. 2016 ist freilich mit einem heftigen Umsatzsprung zurechnen.
 
Während es für Obi in Österreich erfreulich läuft, musste die Obi Bau und Heimwerkermärkte Systemzentrale ihrer Tochter in Slowenien heuer fünf Millionen Euro zuschießen. Diese legte einen Verlust von 5,52 Millionen Euro hin, wodurch das Eigenkapital ins Negative rutschte.

Mit der Obi Markt GmbH besteht in Österreich ein weiteres verbundenes Unternehmen, das zehn Bau- und Heimwerkermärkte in Kärnten und der Steiermark betreibt und den Umsatz 2015 um 3,5 Prozent auf 75,5 Millionen Euro steigerte. Der Jahresgewinn lag bei 2,1 Millionen, nach minus 2,6 Millionen Euro im Jahr davor. In Summe machte Obi in Österreich 2015 also einen Nettoumsatz von rund 190 Millionen Euro.

Laut Statistik-Portal Statista liegt Obi im Ranking der Baumärkte in Österreich nach Verkaufsflächen deutlich vor Raiffeisen Ware Austria, Bauhaus, Hagebau/Öbau und Hornbach. Die darauf folgenden Mitbewerber sind deutlich kleiner, auf sie entfällt nur rund zehn Prozent des Marktanteils. Aktuelle Branchenumsätze gibt es keine, vor ein paar Jahren lagen diese laut Schätzungen bei 2,5 Milliarden Euro.

Baumax ist seit 28. August 2015 endgültig Geschichte. Nach einem zweimonatigen Abverkauf schlossen alle Märkte. Obi sicherte sich 68 Standorte, 49 davon in Österreich. Auch die 14 Standorte in der Slowakei, beide Standorte in Slowenien und vier von 24 ausgewählten tschechischen Märkten gingen an Obi. Sechs Märkte übernahm Hagebau, einen Hornbach. 18 Märkte in Tschechien schnappte sich der polnische Händler Merkury Market. Die meisten wurden im März dieses Jahres wieder eröffnet. Für sieben heimische Standorte fand Baumax keinen Abnehmer.
 
 
Rasanter Aufstieg und Fall
 
 
Seit seinen Anfängen 1976 wuchs Baumax rasant. 1992 erfolgte der Markteintritt in Ungarn und Tschechien, 1994 in die Slowakei, ein Jahr später zog es die Kette nach Slowenien. 2000 erfolgte der Markteintritt in Kroatien, 2006 in Rumänien und 2008 in Bulgarien. Der letzte Auslandsmarkt war 2010 die Türkei. Am Zenit beschäftigte die Baumax-Gruppe mehr als 9000 Personen und betrieb knapp 160 Standorte in neun Ländern, der Umsatz lag jenseits der 1,2 Milliarden Euro. Die Erträge bröckelten jedoch. Im April 2014 hatten die Banken bei Baumax rund eine Milliarde Euro ausständig. 2014 zog sich die Eigentümerfamilie Essl endgültig aus dem operativen Geschäft zurück.

Im März 2014 wollte Karlheinz Essl seine berühmte Kunstsammlung an die Republik Österreich verkaufen, um die angeschlagene Baumarktkette zu retten. Der Deal kam nicht zustande, stattdessen übernahm Monate später der Industrielle Hans Peter Haselsteiner um mehr als 100 Millionen Euro über seine Familien-Privatstiftung 60 Prozent an der Sammlung.
 
 
Quelle: Wiener Zeitung, 05.12.2016
 

2. Dezember 2016

Sechs Jahre OBI - ver.di Infoblog


2010 - 2016
Sechs Jahre OBI - ver.di Infoblog

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Bauhaus baut Unternehmensführung um



BAUHAUS baut die Unternehmensführung grundlegend um, dabei stellt man den Eigentümer kalt – sein vor vier Monaten gestorbener Vater gehörte übrigens zu den reichsten Deutschen. 
Und das alles erfahren die Beschäftigten ganz zufällig aus der Zeitung. Ihr Arbeitgeber denkt offenbar nicht daran, sie zu informieren. Dabei hat das, so lässt sich denken, möglicherweise drastische Auswirkungen, weil die daraus folgende neue Unternehmensstrategie vielleicht auf Abbau von Arbeitsplätzen und Verschlechterung von Arbeitsbedingungen abzielt? 
Und was soll man unter dem vielsagenden Hinweis in dem Zeitungsbericht auf „eine verschachtelte Unternehmensstruktur mit Verästelungen bis in die Karibik“ verstehen? Dort wird wohl kein Baumarkt eröffnet worden sein und auch keine Ferienanlage für die Mitarbeiter. Das klingt eher nach „Steueroase“, wo die in Deutschland erzielten Gewinne dem deutschen Staat entzogen werden. 
So stiehlt man sich dann aus der Verantwortung für Gemeinschaftsaufgaben und lässt die Infrastruktur, die das Unternehmen fleißig nutzt, allein durch die Lohnsteuern der Beschäftigten finanzieren.

All diese Zusammenhänge interessieren auch die Beschäftigten, die die Gewinne erarbeiten und denen die Vorteile eines Tarifvertrages vorenthalten werden.

http://m.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-1115199.html

27. November 2016

Aktionstag Schwarzer Freitag


Die Entscheidung ist gefallen!
Gewinner sind mit großem Abstand vor OBI die
"Median Kliniken"

Aktionstag
Schwarzer Freitag

 

Widerstand gegen Fertigmacher und Union Busting

An einem Freitag, den 13. sollte man nicht zu schnell arbeiten und auch keine wichtigen Geschäfte abwickeln. Vielleicht bleibt man sogar besser im Bett. Die aktion./.arbeitsunrecht hat sich vorgenommen, den augenzwinkernden Aberglauben in der deutschen Arbeitswelt rund um Freitag, den 13. zu nutzen.
Wir wollen den Schwarzen Freitag als Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung etablieren.

Der nächste Schwarze Freitag findet am 13. Januar 2017 statt. Welcher Arbeitgeber hat Proteste verdient?

Drei Kandidaten stehen bis zum 30. November 2016 zur Auswahl:
Median-Kliniken
| OBI Baumarkt | Rossmann Drogerie