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Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
obi-ver.di@web.de
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24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Die Blog Redaktion wünscht allen Verdianerinnen und Verdianern, allen OBI Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen Leserinnen und Lesern des OBI-ver.di-Infoblogs  ein frohes, gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.
Nutzen Sie die Zeit zur Besinnung und Regeneration und genießen Sie die Tage im Kreise Ihrer Familien und Freunde!  

 

14. Dezember 2016

Es geht um viel! Es geht um unsere Zukunft!


So nach und nach kommt anś Licht, was die OBI Geschäftsleitung für die nächsten Monate für uns plant. Nach der Entfernung der alten unbequemen GBR-Spitze, durch die Schließung bzw. den Verkauf der Märkte Augsburg und Sömmerda welche der OBI Führung ganz offensichtlich bei ihren Vorhaben im Weg waren, folgt nun der nächste Schritt:
Die "Anpassung" von Löhnen, Arbeitszeiten und der Personaleinsatzplanung.

Der Gesamtbetriebsrat OBI Deutschland wurde kürzlich über die demnächst beabsichtigten Schritte informiert. Über und mit dem GBR möchte OBI dieses Vorhaben durchsetzen und somit eine vollständige Abkehr vom Tarifsystem herbeiführen. In den noch verbliebenen Märkten mit Tarifbindung soll diese dann ebenfalls gekündigt werden.

Es geht um sehr viel!
Denn es geht um die Zukunft der Arbeitsbedingungen und der Einkommenssituation aller Mitarbeiter in allen OBI Märkten.

So sollen u.a.:
- Neue Lohnstrukturen mit neuen Lohngruppen
- Änderungen der Arbeitszeiten durch "Flexibilisierung"
durchgesetzt werden!


Als anstehende "Flexibilisierungsmaßnahmen wurden u.a. benannt:

- Änderung/Anpassung der Arbeitszeiten (z.B. geteilte Dienste)

- Änderung der Arbeitsorganisation
- Änderung von Arbeitsverträgen
- Aufbau von Minusstunden in "schwachen Zeiten" und dafür dann bei Bedarf länger arbeiten
- Wegfall freier Tage in der Saison
- (zusätzliche) "freiwillige" Samstagsarbeit und Überstunden
- Die "Teure" Ressource Personal muss "richtig" eingesetzt werden!


Die neuen Lohnstrukturen sollen in 8 (Lohn)Gruppen, sogenannte "Level" eingeteilt werden:

1   = Marktleiter
2   = stellv. Marktleiter
3a = Gartencenterleiter
3b = Bereichsleiter Logistik,Bereichsleiter Servicecenter/Kasse
4   = Projektverkäufer,Mitarbeiter ORS-Koordination,Küchenverkäufer,
                  Gartenplaner,Werkstattmeister
5   = Fachverkäufer,Disponenten,Kundenkontakter,Merchandiser,
                  Kassenaufsicht,WE-Leiter
6   = MA-Servicecenter,MA-ORS
7   = MA-Wareneingang,MA-Verprobung,MA-Kasse
8   = MA Verräumung

Zusätzlich sollen regionale Unterscheidungsmerkmale eingeführt werden (Regionalfaktoren) wobei 1 den niedrigsten und 4 den höchsten Faktor hat:

Region 1
- gültig für Brandenburg,Mecklemburg-Vorpommern,Sachsen,
  Sachsen-Anhalt,Thüringen

Region 2
- gültig für Berlin,Schleswig-Holstein,Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen,
  Bremen,Dresden,Erfurt,Leipzig

Region 3
- gültig für NRW,Hessen,Baden-Würthemberg,Bayern

Region 4
- gültig für Hamburg,Düsseldorf,Köln,Frankfurt,Stuttgart,München

Bedeutet: In Region 1 wird am niedrigsten und in Region 4 am höchsten für die gleiche Tätigkeit gezahlt!
Zusätzlich sollen "zu hohe" aktuelle Löhne auf Dauer "angepasst" werden.
Löhne sollen "wirtschaftlich machbar" sein.

Etwas Vergleichbares ist vor einiger Zeit auch bei Globus passiert. Die Globus Betriebsräte haben mittlerweile schmerzlich erkannt wozu sie sich haben missbrauchen lassen! 
   

6. Dezember 2016

Lohndumping bei OBI ! Mitarbeiter bei OBI müssen Opfer bringen ! Es reicht !


Seit nunmehr zwei Jahren erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Lohnanpassungen.
Alle entfernen sich mit der Gehaltshöhe immer weiter weg vom Tarif . Die Schere wird also immer größer. In vielen Märkten wird inzwischen wieder deutlich unter 90% zum aktuellen Tarif gezahlt.

Das Unternehmen OBI lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon zu lange "ausbluten", weil einfach nicht mehr Geld in die Lohntüte kommt. Stattdessen speist man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z.B. mit billigen 25 € Tank- oder Lebensmittelgutscheine ab, wenn ein bestimmter Beratungsanteil erreicht worden ist.
Aber auf Grund von technischen Manipulationen erreichen die meisten Märkte noch nicht einmal diese Ziele, um diesen Gutschein auch erhalten zu können. Also wird selbst dieser allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verwehrt.

Und wo bleibt nun unser eingespartes Tarifgehalt?

Dieser Artikel sagt Euch, welches Opfer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen.
Dies ist eine von vielen Wahrheiten bei OBI. Unser Gehalt geht einfach woanders hin. Bitte Lesen und Ihr wisst wo Euer Tarifgehalt verpufft.


Heimwerkermarkt
  
Baumax-Integration kostet Obi Millionen
 





Von Thomas Pressberger
  
Deutsche Baumarktkette investierte allein im vergangenen Jahr rund 58 Millionen

Euro in Baumax-Standorte.
 
 
Wien
 
Die deutsche Baumarktkette Obi hat für die Integration der 49 ehemaligen Baumax-Standorte in Österreich tief in die Tasche gegriffen. Investitionen in Marktausstattung, Systemtechnik, Anpassungen der Bauten sowie Marketing und Werbung im Rahmen der Neueröffnung schlugen sich allein 2015 mit 58,4 Millionen Euro nieder. Der Jahresverlust der Österreich-Tochter Obi Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH lag 2015 bei 50,9 Millionen Euro nach einem Plus von einer Million im Jahr davor.

Von den 49 Standorten eröffneten bereits 48 im Dezember 2015, der letzte wurde Anfang Februar dieses Jahres aufgesperrt. Obi erweiterte dadurch seinen Auftritt über die Bundesländer Tirol, Wien und Niederösterreich hinaus nach Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg.

Um die Finanzierung zu stemmen, musste die Mutter, die deutsche Obi GmbH, Kapital in Höhe von 100 Millionen Euro zuschießen. Der Österreich-Umsatz erhöhte sich durch die Integration bereits 2015 um 19 Prozent auf 114,2 Millionen Euro. Die ehemaligen Baumax-Märkte trugen allein im Dezember 18 Millionen Euro bei, während die Umsätze in den bestehenden Obi-Märkten und in jenen der Franchise-Nehmer leicht zurückgingen. Ohne Übernahme wäre der Marktanteil von Obi in Österreich also leicht geschrumpft, so aber machte sich die deutsche Baumarktkette auf einen Schlag und mit Abstand zum Marktführer.

Rund 2400 Mitarbeiter wurden übernommen, zuvor hatte Obi im Jahresdurchschnitt 450 Beschäftigte.
 
 
Schwierigkeiten in Slowenien
 
 
 
Alle neu erworbenen Märkte werden von der Obi Bau- und Heimwerkerzentrale selber betrieben und nicht an Franchise-Partner vergeben. Obi hat in Österreich vier Franchise-Nehmer, die 16 Märkte betreuen.

Obi wollte sich auf Fragen der "Wiener Zeitung" zu den Geschäftszahlen und strategischen Themen nicht äußern. Dem Jahresabschluss ist jedoch zu entnehmen, dass sich das Unternehmen nach der Umstellung der Märkte und Schulung der Mitarbeiter heuer auf Konzeption und Umsetzung von Kundenbindungsprogrammen, Online-Auftritt und Synergien durch die Baumax-Übernahme konzentriert. 2016 ist freilich mit einem heftigen Umsatzsprung zurechnen.
 
Während es für Obi in Österreich erfreulich läuft, musste die Obi Bau und Heimwerkermärkte Systemzentrale ihrer Tochter in Slowenien heuer fünf Millionen Euro zuschießen. Diese legte einen Verlust von 5,52 Millionen Euro hin, wodurch das Eigenkapital ins Negative rutschte.

Mit der Obi Markt GmbH besteht in Österreich ein weiteres verbundenes Unternehmen, das zehn Bau- und Heimwerkermärkte in Kärnten und der Steiermark betreibt und den Umsatz 2015 um 3,5 Prozent auf 75,5 Millionen Euro steigerte. Der Jahresgewinn lag bei 2,1 Millionen, nach minus 2,6 Millionen Euro im Jahr davor. In Summe machte Obi in Österreich 2015 also einen Nettoumsatz von rund 190 Millionen Euro.

Laut Statistik-Portal Statista liegt Obi im Ranking der Baumärkte in Österreich nach Verkaufsflächen deutlich vor Raiffeisen Ware Austria, Bauhaus, Hagebau/Öbau und Hornbach. Die darauf folgenden Mitbewerber sind deutlich kleiner, auf sie entfällt nur rund zehn Prozent des Marktanteils. Aktuelle Branchenumsätze gibt es keine, vor ein paar Jahren lagen diese laut Schätzungen bei 2,5 Milliarden Euro.

Baumax ist seit 28. August 2015 endgültig Geschichte. Nach einem zweimonatigen Abverkauf schlossen alle Märkte. Obi sicherte sich 68 Standorte, 49 davon in Österreich. Auch die 14 Standorte in der Slowakei, beide Standorte in Slowenien und vier von 24 ausgewählten tschechischen Märkten gingen an Obi. Sechs Märkte übernahm Hagebau, einen Hornbach. 18 Märkte in Tschechien schnappte sich der polnische Händler Merkury Market. Die meisten wurden im März dieses Jahres wieder eröffnet. Für sieben heimische Standorte fand Baumax keinen Abnehmer.
 
 
Rasanter Aufstieg und Fall
 
 
Seit seinen Anfängen 1976 wuchs Baumax rasant. 1992 erfolgte der Markteintritt in Ungarn und Tschechien, 1994 in die Slowakei, ein Jahr später zog es die Kette nach Slowenien. 2000 erfolgte der Markteintritt in Kroatien, 2006 in Rumänien und 2008 in Bulgarien. Der letzte Auslandsmarkt war 2010 die Türkei. Am Zenit beschäftigte die Baumax-Gruppe mehr als 9000 Personen und betrieb knapp 160 Standorte in neun Ländern, der Umsatz lag jenseits der 1,2 Milliarden Euro. Die Erträge bröckelten jedoch. Im April 2014 hatten die Banken bei Baumax rund eine Milliarde Euro ausständig. 2014 zog sich die Eigentümerfamilie Essl endgültig aus dem operativen Geschäft zurück.

Im März 2014 wollte Karlheinz Essl seine berühmte Kunstsammlung an die Republik Österreich verkaufen, um die angeschlagene Baumarktkette zu retten. Der Deal kam nicht zustande, stattdessen übernahm Monate später der Industrielle Hans Peter Haselsteiner um mehr als 100 Millionen Euro über seine Familien-Privatstiftung 60 Prozent an der Sammlung.
 
 
Quelle: Wiener Zeitung, 05.12.2016
 

2. Dezember 2016

Sechs Jahre OBI - ver.di Infoblog


2010 - 2016
Sechs Jahre OBI - ver.di Infoblog

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Danke!


 


  

Bauhaus baut Unternehmensführung um



BAUHAUS baut die Unternehmensführung grundlegend um, dabei stellt man den Eigentümer kalt – sein vor vier Monaten gestorbener Vater gehörte übrigens zu den reichsten Deutschen. 
Und das alles erfahren die Beschäftigten ganz zufällig aus der Zeitung. Ihr Arbeitgeber denkt offenbar nicht daran, sie zu informieren. Dabei hat das, so lässt sich denken, möglicherweise drastische Auswirkungen, weil die daraus folgende neue Unternehmensstrategie vielleicht auf Abbau von Arbeitsplätzen und Verschlechterung von Arbeitsbedingungen abzielt? 
Und was soll man unter dem vielsagenden Hinweis in dem Zeitungsbericht auf „eine verschachtelte Unternehmensstruktur mit Verästelungen bis in die Karibik“ verstehen? Dort wird wohl kein Baumarkt eröffnet worden sein und auch keine Ferienanlage für die Mitarbeiter. Das klingt eher nach „Steueroase“, wo die in Deutschland erzielten Gewinne dem deutschen Staat entzogen werden. 
So stiehlt man sich dann aus der Verantwortung für Gemeinschaftsaufgaben und lässt die Infrastruktur, die das Unternehmen fleißig nutzt, allein durch die Lohnsteuern der Beschäftigten finanzieren.

All diese Zusammenhänge interessieren auch die Beschäftigten, die die Gewinne erarbeiten und denen die Vorteile eines Tarifvertrages vorenthalten werden.

http://m.manager-magazin.de/unternehmen/handel/a-1115199.html

27. November 2016

Aktionstag Schwarzer Freitag


Die Entscheidung ist gefallen!
Gewinner sind mit großem Abstand vor OBI die
"Median Kliniken"

Aktionstag
Schwarzer Freitag

 

Widerstand gegen Fertigmacher und Union Busting

An einem Freitag, den 13. sollte man nicht zu schnell arbeiten und auch keine wichtigen Geschäfte abwickeln. Vielleicht bleibt man sogar besser im Bett. Die aktion./.arbeitsunrecht hat sich vorgenommen, den augenzwinkernden Aberglauben in der deutschen Arbeitswelt rund um Freitag, den 13. zu nutzen.
Wir wollen den Schwarzen Freitag als Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung etablieren.

Der nächste Schwarze Freitag findet am 13. Januar 2017 statt. Welcher Arbeitgeber hat Proteste verdient?

Drei Kandidaten stehen bis zum 30. November 2016 zur Auswahl:
Median-Kliniken
| OBI Baumarkt | Rossmann Drogerie


 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

24. November 2016



 
Für den Tarifvertrag und mehr Mitbestimmung bei OBI!




Erst hat er den Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats und seine Stellvertreterin aus dem Unternehmen entfernt. Jetzt will der Arbeitgeber OBI endgültig ein ganz eigenes Entlohnungssystem für alle Baumärkte durchsetzen – der Verwaltungsbereich wird verschont. Die Betriebsräte sollen das absegnen.
Damit will das Management den Tarifvertrag verhindern, den viele Beschäftigte fordern. Und die Gewerkschaft damit kalt stellen. Dann kann OBI besser allein entscheiden. Und das wäre schlecht für die Beschäftigten. Denn sie können nicht wirklich mitgestalten, sondern nur „bitte bitte" machen.

Wie viel Geld für die Arbeit gezahlt wird, entscheidet dann künftig wie bisher der Arbeitgeber alleine. Auch, wie hoch Lohnerhöhungen ausfallen und ob es überhaupt welche gibt. Mit Tarifvertrag verhandeln die ver.di-Mitglieder unter den Beschäftigten darüber mit dem Arbeitgeber – ohne Tarifvertrag kann darüber keiner verhandeln.

Die Betriebsräte und auch der Gesamtbetriebsrat können nur grundsätzlich über die Verteilung des Geldes mitbestimmen – wie viel Prozent der Verkäufer oder die Kassiererin mehr als der Mitarbeiter in der Logistik bekommt. Mehr nicht. Wenn die Betriebsräte zu einem solchen Entgeltsystem JA sagen, sind auch die Tarifbindungen und Tarif-Nachbindungen im gesamten Unternehmen weg. Für alle Märkte. Es wird dann letztlich vielen schlechter gehen, aber niemandem besser.

Mehr Geld bekommen die Beschäftigten durch das ganz eigene OBI-Entlohnungssystem nicht. Denn bisher hat der Arbeitgeber immer nur von Umverteilen gesprochen. Noch niemals hat er erklärt, er wolle mehr Geld ausgeben, um endlich wieder näher an das Tarifentgelt heranzukommen.


Ihr habt mehr verdient! Lasst Euch nicht noch mehr wegnehmen! Und lasst nicht zu, dass der Weg zum Tarifvertrag blockiert wird!


Überall, wo Unternehmen diesen Weg gegangen sind – raus dem Tarifvertrag, dann ein eigenes Entgeltsystem basteln – hat das wohl dem Arbeitgeber Vorteile gebracht, den Beschäftigten aber nur Nachteile: weniger Geld und schlechtere Arbeitsbedingungen. Immer gibt es hinterher große Unzufriedenheit – auch mit den Betriebsräten, die diesem Weg zugestimmt haben.

Deswegen überlegt euch vorher sehr genau, was mit einem solchen Entlohnungssystem angerichtet wird. Eine starke Gewerkschaft mit vielen Mitgliedern im Unternehmen bietet dagegen etwas viel Besseres: einen Tarifvertrag!

9. November 2016

Neue Wege bei OBI



Neue Wege? Oder doch nur eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen?
Doch der Reihe nach ...

Kürzlich gab es ein Treffen der GBR Führung mit den Herren Tepaß (Vertrieb) und Wimmer (Personal), sowie dem kürzlich speziell für die "Koordinierung" der Zusammenarbeit mit den Betriebsräten eingestellten Herrn Dr. Oberklus (Head of Labour Relations & Labour Law (Leiter Abteilung Arbeitnehmer - Arbeitgeber Beziehungen & Arbeitsrecht)), um sich kennenzulernen wie es hieß.

OBI möchte neue Wege beschreiten, weitere Veränderungen in der Struktur der Märkte sind bereits beschlossen, so die Verlautbarung der Geschäftsleitung.

Auch möchte die OBI Geschäftsleitung den GBR neu "formen"! Bedeutet: Verkleinerung um effektiver arbeiten zu können.
Es werde Arbeit in kleineren Gruppen angestrebt, alle Betriebsräte mit ins Boot zu nehmen, ist bei bestimmten Verhandlungen "nicht zielführend"!
Die Geschäftsführung möchte den GBR zudem dazu benutzten um Marktthemen zu "vereinheitlichen"!
Hier wurden z.B. genannt: 

- Neue Abteilungen im Garten sollen eingeführt werden.
- Während der "Saison" sollen die Mitarbeiter Überstunden leisten, natürlich ohne dass diese als solche abgegolten werden! Im Gegenzug sollen dafür
im Vorfeld in der "schwachen Zeit" entsprechend Minusstunden aufgebaut werden. Dafür darf dann in der Saison länger gearbeitet werden = Kapovaz = Arbeit auf Abruf....
- Außerdem beabsichtigt unser Arbeitgeber "geteilte Dienste" einzuführen! Bedeutet: Morgens auf Arbeit, Mittags nach Hause, am späten Nachmittag wieder arbeiten. Hintergrund sei die zu geringe Personaldecke.
- Ein neues Entlohnungssystem soll eingeführt werden.
Hier soll es u.a. Bezahlung nach Standorten geben, was bedeutet: In Berlin oder München ist die gleiche Arbeit mehr wert und wird besser bezahlt als z.B. in Dresden oder Hannover. Dazu soll es neue Eingruppierungsgrundsätze geben, Verräumer am niedrigsten, Verkäufer im  Bereich Haushalt oder Eisenwaren niedriger als z.B. Sanitär usw..
Berufserfahrung soll ebenfalls keine Rolle mehr spielen. 
- Selektive Prämiensysteme sollen eingeführt werden, auch auf Einzelleistung bezogen. Dazu wird es demnächst einen Termin in Wermelskirchen geben.

Dies natürlich alles ohne unsere Gewerkschaft, damit es ja keine Verbindlichen Zusagen gibt.


Aber vielleicht gibt es ja am Donnerstag zur Betriebsrätekonferenz in Willingen mehr Informationen zu diesen Themen?

Zudem möchte Herr Giroldi, dass OBI aus der Presse bleibt! Negative Berichterstattung ist bei OBI nicht erwünscht!
Auch die Berichterstattung hier im Blog wurde von den Geschäftsführern kritisiert.


  

28. Oktober 2016

OBI ist nominiert!


OBI ist wieder einmal für einen Preis nominiert!
Dieses Mal jedoch für einen Echten, einen, den sich die Vorstände und Geschäftsleitungen um Herrn Haub ehrlich verdient haben!

Schwarzer Freitag: Was sind deutsche Horror-Jobs?

https://arbeitsunrecht.de/schwarzer-freitag-schikanoese-arbeitgeber-nominieren/

Fertigmacher gesucht: Welches Unternehmen wollen Sie für Freitag, den 13. nominieren?

Der 13. Januar 2017 ist ein Schwarzer Freitag.
An diesem Tag wird die aktion./.arbeitsunrecht zusammen mit Unterstützer_innen in ganz Deutschland Protestaktionen gegen Horror-Jobs und schikanöse Unternehmen durchführen.

Wir rufen die arbeitende Bevölkerung zum Widerstand auf: Gegen Union Buster, Fertigmacher, Betriebsratsfresser, Lohndrücker und skrupellose Profit-Maximierer!
Bisher vorgeschlagen: OBI | Bohnenkamp | Randstad | real SB Warenhaus GmbH | Häuser KG DruckDiscount24.de | REWE Center Stanislawski & Laas | Phone Service GmbH | Drogeriekette Rossmann | Laudemann Bau | Möbelhaus Segmüller | Median Klinik

OBI war zudem das zuerst nominierte Unternehmen!
mehr....

 

29. September 2016

OBI (Tengelmann) "liquidiert" seine Betriebsräte



Erfurt.
„Die Baumarktkette OBI ‚liquidiert‘ ihren Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzenden und lässt sich das eine Million Euro und einen ganzen Baumarkt kosten“, konstatiert Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Wie durch die zuständige Gewerkschaft ver.di bekannt wurde, hat der Baumarktbetreiber OBI einen neuen Preis für die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten bestimmt. 
Eine Million Euro und einen ganzen Baumarkt war dem Unternehmen die „Enthauptung“ des Gesamtbetriebsrates wert. 
Rainer Kräuter ist schockiert von den Vorgängen und kommentiert:
 „Aus der Gewerkschaftspresse habe ich erfahren, dass für die Übergabe des Baumarktes in Sömmerda eine Million Euro gezahlt wurde. 
Nur zahlte nicht der Käufer an den Verkäufer – es war genau umgekehrt. Der neue Besitzer bekam neben dem Baumarkt noch eine Million Euro für die dessen Übernahme. 
Das ist ein höchst erstaunliches Geschäftsgebaren. Weniger erstaunlich wird es aber, wenn ich bedenke, dass OBI damit seinen Gesamtbetriebsratsvorsitzenden und zugleich Konzernbetriebsratsvorsitzenden, der im Sömmerdaer Markt gearbeitet hat, eliminierte – und den örtlichen Betriebsratsvorsitzenden gleich mit.“
Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben übernahm der neue Betreiber bei der Betriebsübernahme für ein Jahr alle Pflichten gegenüber den Beschäftigten. Jedoch kann ein Gesamtbetriebsratsmitglied nicht aus einem anderen Unternehmen heraus arbeiten. 
Der Gewerkschaftspolitiker dazu: „Ein bösartiger Winkelzug des Unternehmens, der deutlich macht, wie es mit Mitarbeitern umgeht, die sich für ihre Rechte und die ihrer Kolleginnen und Kollegen stark machen. ‚Wie wo was weiß OBI‘ gilt wohl besonders dann, wenn es darum geht, wie man sich wo und mit welchen Mitteln unliebsamer Betriebsräte entledigt und Drohpotential aufbaut.“ 
Kräuter nannte das Vorgehen der Obi-Spitze "skrupellos" und sprach von einer "Enthauptung" des Betriebsrates.

19 Beschäftigte unterschrieben den Arbeitsvertrag mit dem neuen Betreiber nicht. Sie wurden daraufhin von OBI gekündigt. 
Dazu erklärt Kräuter: „Bei der Lösung der kommenden Aufgaben wünsche ich den Beschäftigten und der zuständigen Gewerkschaft viel Kraft und stehe solidarisch an deren Seite. Ein Unternehmen, das mit seinen Beschäftigten derart skrupellos umgeht, sollte im Fokus der Politik, der Gewerkschaften und auch der Justiz bleiben. Ich zumindest werde alles genau verfolgen und jede mögliche Unterstützung leisten.“

Quellen: TLZ / Jenapolis  / Thüringer Allgemeine

     

13. September 2016

1 Million € um einen Betriebsrat loszuwerden! Teil 3



1 Million € um einen Betriebsrat loszuwerden! Teil 2
















1 Million € um einen Betriebsrat loszuwerden!


Insgeheim wussten wir es schon die ganze Zeit!
Und auch wenn Karl-Erivan Haub es öffentlich dementiert und behauptet hat, ein Zusammenhang zwischen dem Verkauf des Marktes Sömmerda und dem Ausscheiden des GBR und KBR Vorsitzenden sei rein "zufällig"!

Jetzt gibt es den Beweis!
OBI hat dafür bezahlt den GBR und KBR Vorsitzenden loszuwerden!

1.000.000,- €

hat die Team Baumarkt GmbH als "Zuschuss" für die Übernahme des Marktes Sömmerda von der OBI Geschäftsführung erhalten!

Zerstörung von Betriebsratsstrukturen um jeden Preis!
Koste es was es wolle!


29. August 2016

Konzernbetriebsvereinbarung "Bildung" kommt doch!


OBI Betriebsräte sind seit langem schon dran an dem Thema:

Berufliche Bildung

Zuerst waren die Azubi Thema, dann der "normale" Mitarbeiter.
Wer darf sich bilden? Wer braucht Bildung? Wer entscheidet wer sich weiterbilden darf?
Marktleiter nach Nase wie in der Vergangenheit? 
 

Fallen Überstunden an? Wie wird die Zeit vergütet? Wird das Arbeitszeitgesetz eingehalten? Was ist mit Alleinerziehenden? Stichwort Kinderbetreuung.
E-Learning, Projektverkauf, Onboarding, Auswahlverfahren, Prozess-Training, Zentrales
Recruiting usw. usw.
Das sind einige der Fragen die Betriebsräte gestellt haben!

Die OBI Geschäftsführung hat sich mächtig gewehrt gegen eine Konzernbetriebsvereinbarung. Keine Mitsprache für Betriebsräte, mit Ausnahme der Zentrale natürlich.

Wieder einś von zahlreichen Beispielen, anhand dessen deutlich wird wie "vertrauensvoll" OBI mit seinen Betriebsräten umgeht. 
Betriebsvereinbarung? Natürlich nicht!
Konzernbetriebsvereinbarung für alle Mitarbeiter bei OBI? Natürlich auch nicht!

Um zu verhindern dass zum Thema Bildung allgemeingültige Regeln mitbestimmt aufgestellt werden, engagiert OBI auch hier die Kanzlei "Freshfields".
Mitbestimmung wird angezweifelt und abgelehnt. Als dies nicht hilft wird die Existenz des Konzernbetriebsrates bestritten. Gerichte werden bemüht. Hierbei erhält der Arbeitgeber auch Unterstützung vom Gemeinschaftsbetriebsrat der Zentrale. Denn auch dieser bestreitet die Existenz des 2012 gegründeten Konzernbetriebsrates. 

Allerdings sehen die Gerichte das etwas anders!
In der ersten Instanz bestätigt das Arbeitsgericht Solingen das Mitbestimmungsbegehren des KBR und richtet eine Einigungsstelle ein.
Die OBI Geschäftsführung will das jedoch nicht hinnehmen und legt Beschwerde gegen den Spruch des ArbG Solingen beim Landesarbeitsgericht in Düsseldorf ein.
Dieses bestätigt allerdings das erstinstanzliche Urteil aus Solingen!

Damit ist es sicher:
Es wird eine für alle OBI Mitarbeiter gültige Betriebsvereinbarung zum Thema Bildung kommen. Gegen den Willen der Geschäftsleitung, gegen den Willen des Gemeinschaftsbetriebsrates der Zentrale und dessen Vorsitzender Schramm und für bessere, gerechtere und sicherere Regelungen für die Kollegen. Vor allem in den Märkten.

Darauf können die Kollegen vom KBR stolz sein!
Und auch wenn er nun nicht mehr da ist .....

Seine Handschrift ist trotzdem klar zu erkennen!

  

11. August 2016

SPD-Abgeordnete lassen nicht locker



SPD-Abgeordnete lassen nicht locker



OBI | 
"So schnell geben wir nicht auf, OBI darf mit seiner Methode, eine Filiale über Nacht schließen zu wollen, nicht durchkommen", darüber sind sich die drei Augsburger SPD-Abgeordneten Ulrike Bahr (Bundestag), Linus Förster und Harald Güller (beide Landtag) einig. Sie versuchen alles für eine fairen Umgang mit den MitarbeiterInnen zu tun, unterstützen Demos vor der Filiale in der Proviantbachstraße, nehmen an der Postkartenaktion von ver.di teil und haben sogar an Wirtschaftsministerin Aigner geschrieben. Die Ministerin könne zwar der Geschäftsleitung nicht vorschreiben, was diese zu tun oder zu lassen habe, aber eine klare Meinungsäußerung und Positionierung erwarten die drei von ihr sehr wohl.

Ein Auszug aus dem Brief: „Wenn die Firmenleitung der Auffassung ist, dass ein Markt nicht weiterbetrieben werden soll oder kann, dann sind den Betroffenen die Gründe offenzulegen, der Betriebsrat ist zu beteiligen, es ist zu versuchen Lösungswege zu finden, den Standort doch langfristig konkurrenzfähig zu machen und zu halten. Im schlimmsten Fall – bei einer Schließung – ist über Sozialplan, Abfindungen oder Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in anderen Unternehmensteilen zu verhandeln.

Es geht jedoch auf gar keinen Fall, die Beschäftigten einfach vor die Tür zu setzen. Das ist kein fairer Umgang mit Beschäftigten. Die Gutsherrenart, nach der im Moment bei OBI agiert wird, darf nicht Schule machen. Sollte es zu einer Schließung kommen, dringen wir Abgeordneten auf die Übernahme älterer und schwerbehinderter Beschäftigter in umliegenden Märkten. Für alle anderen Beschäftigten muss eine sozialverträgliche Abwicklung gemeinsam mit Gewerkschaften, Betriebsrat und den Mitarbeitern selbst angestrebt werden. Insbesondere diejenigen, die geringere Chancen am Arbeitsmarkt haben, müssen von der Firmenleitung Unterstützung bekommen.“
 
Quelle: Augsburger Stadtzeitung
 
     

21. Juli 2016

Widerspruch gegen Betriebsübergang



Betriebsübergang ohne Konzept?


Der Geschäftsführer der Bau- und Heimwerkermarkt 2016 GmbH Lehmann behauptet auf Nachfrage, hinsichtlich des Betriebsüberganges kein wirtschaftliches Konzept zu haben! Trotz der eindringlichen Forderung des Betriebsrates ein solches vorzulegen! Die Sömmerdaer Marktleitung gibt den Wendehals! Sch... auf OBI! Wir sind jetzt Franchiser!

Mitarbeitern und Betriebsrat gegenüber heuchelt Lehmann "Vetrauensvolle Zusammenarbeit"!
Sein erster Schritt in Richtung "vertrauensvoll": Der Versuch dem Betriebsrat sein Büro zu entziehen.
Zukünftig könne "bei Notwendigkeit" ja schließlich das Stellvertreterbüro genutzt werden!

Allerdings konnte der Betriebsrat Lehmann die Aussagen: 
Er als neuer Geschäftsführer verfüge über "umfangreiche Sanierungserfahrungen"!
Und, "Beschäftigungsgarantien gäbe es keine"!
Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssten auf den Prüfstand und werde es so nicht mehr geben!
30 Tage Urlaub seien im Übrigen auch "viel zu viel"!
Die Arbeitszeiten müssten schließlich ebenfalls dringend "angepasst" werden!
Und auch:
"Es werden Tränen fließen"! (O-Ton)

entlocken.

In den bereits im Besitz der Team AG befindlichen OBI Märkten sind 40 Stunden Wochen und mehr üblich! 

Andere Informationen aus den Team-Baumärkten sind allerdings weitaus erschreckender:

"Zum ersten Januar wird in Deutschland der Mindestlohn erhöht! Dann bekommen einige Mitarbeiter (Vollzeit 174 Std. - Verkauf) in den Team Baumärkten wieder einmal eine Lohnerhöhung!"
Stundenlohn dann: 8,85 € - Brutto!
Zum Vergleich....
Der durchschnittliche tarifliche Stundenlohn Verkäufer liegt bei ca. 14 €.

Die Miete, der nach Aussage der Geschäftsleitung OBI den Markt in Sömmerda in der Vergangenheit am meisten belastende Kostenblock, bleibt trotz gegenteiliger und bewußt falscher Behauptung der OBI Geschäftsführung bis mindestens Ende 2017 unverändert hoch! Auch hier wurde es mit der Wahrheit augenscheinlich wieder einmal nicht so genau genommen!

Es ist immer offensichtlichlicher, was das tatsächliche Ziel dieses Verkaufs ist und war:
Schwächung von GBR und KBR! 
Der Groening muss unter allen Umständen weg, so das Ziel dieser Aktion! Der Markt in Sömmerda muss als "Warnung" an alle anderen Betriebsräte "Platt" gemacht werden!

Allerdings hat ein großer Teil der Mitarbeiter des kürzlich an die Team AG verkauften Marktes Sömmerda dem Betriebsübergang gestern widersprochen!
19 Mitarbeiter, quasi die Kernmannschaft und größtenteils 18 bis 24 Jahre im Markt beschäftigt, haben gestern gesagt:


"Mit uns nicht!"


Somit sind sie automatisch wieder Mitarbeiter des OBI Konzerns.
Vorerst!
Auch der Vorsitzende von GBR und KBR ist dabei.