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Beim OBI Verdi Infoblog arbeiten Gewerkschafter und KollegInnen aus ganz Deutschland mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir in schwierigen Zeiten für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zur Information und zum Austausch geben. Wenn Ihr Euch ebenfalls als BloggerIn engagieren möchtet, schreibt ein Mail an
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27. November 2016

Aktionstag Schwarzer Freitag


Die Entscheidung ist gefallen!
Gewinner sind mit großem Abstand vor OBI die
"Median Kliniken"

Aktionstag
Schwarzer Freitag

 

Widerstand gegen Fertigmacher und Union Busting

An einem Freitag, den 13. sollte man nicht zu schnell arbeiten und auch keine wichtigen Geschäfte abwickeln. Vielleicht bleibt man sogar besser im Bett. Die aktion./.arbeitsunrecht hat sich vorgenommen, den augenzwinkernden Aberglauben in der deutschen Arbeitswelt rund um Freitag, den 13. zu nutzen.
Wir wollen den Schwarzen Freitag als Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung etablieren.

Der nächste Schwarze Freitag findet am 13. Januar 2017 statt. Welcher Arbeitgeber hat Proteste verdient?

Drei Kandidaten stehen bis zum 30. November 2016 zur Auswahl:
Median-Kliniken
| OBI Baumarkt | Rossmann Drogerie


 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

24. November 2016



 
Für den Tarifvertrag und mehr Mitbestimmung bei OBI!




Erst hat er den Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats und seine Stellvertreterin aus dem Unternehmen entfernt. Jetzt will der Arbeitgeber OBI endgültig ein ganz eigenes Entlohnungssystem für alle Baumärkte durchsetzen – der Verwaltungsbereich wird verschont. Die Betriebsräte sollen das absegnen.
Damit will das Management den Tarifvertrag verhindern, den viele Beschäftigte fordern. Und die Gewerkschaft damit kalt stellen. Dann kann OBI besser allein entscheiden. Und das wäre schlecht für die Beschäftigten. Denn sie können nicht wirklich mitgestalten, sondern nur „bitte bitte" machen.

Wie viel Geld für die Arbeit gezahlt wird, entscheidet dann künftig wie bisher der Arbeitgeber alleine. Auch, wie hoch Lohnerhöhungen ausfallen und ob es überhaupt welche gibt. Mit Tarifvertrag verhandeln die ver.di-Mitglieder unter den Beschäftigten darüber mit dem Arbeitgeber – ohne Tarifvertrag kann darüber keiner verhandeln.

Die Betriebsräte und auch der Gesamtbetriebsrat können nur grundsätzlich über die Verteilung des Geldes mitbestimmen – wie viel Prozent der Verkäufer oder die Kassiererin mehr als der Mitarbeiter in der Logistik bekommt. Mehr nicht. Wenn die Betriebsräte zu einem solchen Entgeltsystem JA sagen, sind auch die Tarifbindungen und Tarif-Nachbindungen im gesamten Unternehmen weg. Für alle Märkte. Es wird dann letztlich vielen schlechter gehen, aber niemandem besser.

Mehr Geld bekommen die Beschäftigten durch das ganz eigene OBI-Entlohnungssystem nicht. Denn bisher hat der Arbeitgeber immer nur von Umverteilen gesprochen. Noch niemals hat er erklärt, er wolle mehr Geld ausgeben, um endlich wieder näher an das Tarifentgelt heranzukommen.


Ihr habt mehr verdient! Lasst Euch nicht noch mehr wegnehmen! Und lasst nicht zu, dass der Weg zum Tarifvertrag blockiert wird!


Überall, wo Unternehmen diesen Weg gegangen sind – raus dem Tarifvertrag, dann ein eigenes Entgeltsystem basteln – hat das wohl dem Arbeitgeber Vorteile gebracht, den Beschäftigten aber nur Nachteile: weniger Geld und schlechtere Arbeitsbedingungen. Immer gibt es hinterher große Unzufriedenheit – auch mit den Betriebsräten, die diesem Weg zugestimmt haben.

Deswegen überlegt euch vorher sehr genau, was mit einem solchen Entlohnungssystem angerichtet wird. Eine starke Gewerkschaft mit vielen Mitgliedern im Unternehmen bietet dagegen etwas viel Besseres: einen Tarifvertrag!

9. November 2016

Neue Wege bei OBI



Neue Wege? Oder doch nur eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen?
Doch der Reihe nach ...

Kürzlich gab es ein Treffen der GBR Führung mit den Herren Tepaß (Vertrieb) und Wimmer (Personal), sowie dem kürzlich speziell für die "Koordinierung" der Zusammenarbeit mit den Betriebsräten eingestellten Herrn Dr. Oberklus (Head of Labour Relations & Labour Law (Leiter Abteilung Arbeitnehmer - Arbeitgeber Beziehungen & Arbeitsrecht)), um sich kennenzulernen wie es hieß.

OBI möchte neue Wege beschreiten, weitere Veränderungen in der Struktur der Märkte sind bereits beschlossen, so die Verlautbarung der Geschäftsleitung.

Auch möchte die OBI Geschäftsleitung den GBR neu "formen"! Bedeutet: Verkleinerung um effektiver arbeiten zu können.
Es werde Arbeit in kleineren Gruppen angestrebt, alle Betriebsräte mit ins Boot zu nehmen, ist bei bestimmten Verhandlungen "nicht zielführend"!
Die Geschäftsführung möchte den GBR zudem dazu benutzten um Marktthemen zu "vereinheitlichen"!
Hier wurden z.B. genannt: 

- Neue Abteilungen im Garten sollen eingeführt werden.
- Während der "Saison" sollen die Mitarbeiter Überstunden leisten, natürlich ohne dass diese als solche abgegolten werden! Im Gegenzug sollen dafür
im Vorfeld in der "schwachen Zeit" entsprechend Minusstunden aufgebaut werden. Dafür darf dann in der Saison länger gearbeitet werden = Kapovaz = Arbeit auf Abruf....
- Außerdem beabsichtigt unser Arbeitgeber "geteilte Dienste" einzuführen! Bedeutet: Morgens auf Arbeit, Mittags nach Hause, am späten Nachmittag wieder arbeiten. Hintergrund sei die zu geringe Personaldecke.
- Ein neues Entlohnungssystem soll eingeführt werden.
Hier soll es u.a. Bezahlung nach Standorten geben, was bedeutet: In Berlin oder München ist die gleiche Arbeit mehr wert und wird besser bezahlt als z.B. in Dresden oder Hannover. Dazu soll es neue Eingruppierungsgrundsätze geben, Verräumer am niedrigsten, Verkäufer im  Bereich Haushalt oder Eisenwaren niedriger als z.B. Sanitär usw..
Berufserfahrung soll ebenfalls keine Rolle mehr spielen. 
- Selektive Prämiensysteme sollen eingeführt werden, auch auf Einzelleistung bezogen. Dazu wird es demnächst einen Termin in Wermelskirchen geben.

Dies natürlich alles ohne unsere Gewerkschaft, damit es ja keine Verbindlichen Zusagen gibt.


Aber vielleicht gibt es ja am Donnerstag zur Betriebsrätekonferenz in Willingen mehr Informationen zu diesen Themen?

Zudem möchte Herr Giroldi, dass OBI aus der Presse bleibt! Negative Berichterstattung ist bei OBI nicht erwünscht!
Auch die Berichterstattung hier im Blog wurde von den Geschäftsführern kritisiert.