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8. Juni 2017

Abstimmung: "Sollen Geschäfte auch am Sonntag öffnen dürfen?"



Hier gehtś zur Abstimmung!

Und noch eine Abstimmung zum Thema Sonntagsöffnung

„Sollen Geschäfte auch am Sonntag öffnen dürfen?
Nein!  

Seit Jahren führen die immer größeren Handelskonzerne einen dramatischen Verdrängungswettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten, der Zulieferländer, der klein- und mittelständischen Unternehmen und nicht zuletzt zu Lasten der Verbraucher. Dabei wird der Eindruck erweckt, als würden verkaufsoffene Sonntage angebliche Nachteile des stationären Handels gegenüber dem Onlinehandel ausgleichen. Geflissentlich wird dabei verschwiegen, dass zwar am Sonntag bestellt werden kann aber erst ab Montag, teilweise Wochen später, ausgeliefert wird. Und auch Amazon wurde mit Recht und per Gerichtsentscheid die Sonntagsarbeit untersagt.
Dabei liegen die Vorteile des stationären Handels auf der Hand: professionelle Beratung, ein Angebot zum Anfassen und vielfältiger Service. Doch leider haben gerade die Handelskonzerne diese Vorteile durch massiven Personal- und Serviceabbau sowie Angebotseinschränkungen leichtfertig verspielt. Fehler, die Montag bis Samstag von 6.00 bis 20.00 Uhr gemacht werden, werden nicht durch verkaufsoffene Sonntage korrigiert. Abgesehen davon wird durch längere Öffnungszeiten nicht mehr gekauft, der Umsatz wird lediglich verschoben: von der Woche ins Wochenende und von den kleinen Läden hin zu den Konzernen.
Alarmierend ist, dass die Handelskonzerne weder vor der Verfassung noch vor der Zerstörung des wichtigsten Zeitankers unserer Gesellschaft zurückschrecken. Das Bundesverfassungsgericht hatte erst 2009 den verfassungsmäßigen Schutz des arbeitsfreien Sonntags gestärkt. Dabei machten die Richter auf dessen Bedeutung als wichtigsten Zeitanker für die Gesellschaft, Familien und Individuen aufmerksam. In Zeiten zunehmenden Burn-Outs und anderer besorgniserregender Entwicklungen muss dem Ausbrennen einer ganzen Gesellschaft ein Riegel vorgeschoben werden. Der Schutz des arbeitsfreien Sonntags überall dort, wo Sonntagsarbeit nicht zwingend erforderlich ist, hilft allen Menschen.“

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung im Kampf um unseren wichtigsten Zeitanker.

Herzliche Grüße
Hubert Thiermeyer
ver.di Bayern
Fachbereich Handel
Schwanthalerstr. 64
80336 München

Telefon    089/5 99 77-11 20
Fax            089/5 99 7711 29
Mail          Hubert.Thiermeyer@verdi.de

Kommentare:

  1. Hallo,

    zum Thema OBI kann man aktuell nur noch den Kopf schütteln.

    Da wird ein Mitbewerber in AT (BauMax) aufgekauft und ca. 60 Standorte temporär weiterbetrieben.

    Allerdings befinden sich diese Immobilien nach der Fastinsolvenz auf Raten von BauMax in einem sehr bedenklichen Zustand.

    In einigen Märkten ist die Sicherheitslage für Kunden sowie Mitarbeiter gravierend beeinträchtigt.

    Investitionen in die Sicherheit der Menschen Fehlanzeige!!

    Der Vertriebsleiter aus Oberösterreich vermeldet, dass auf Anweisung der Geschäftsführung nur durch behördliche Aufforderung Gelder für derartige Reparaturen freigegeben werden.
    Man befinde sich in einer Grauzone, da ja schließlich noch Immobilieninvestoren mit im Boot sitzen.
    Somit wäre im Ernstfall die Haftung zu klären.

    In Zeiten der Kundenorientierung kaum nachvollziehbar, oder will OBI am Ende doch nur das Beste seiner Kunden, das Geld.

    Extrem fahrlässig, bei BauMax schon nicht in Ordnung aber aufgrund fehlender Liquidität irgendwo nachvollziehbar.

    OBI jedoch investiert nicht wenig in die Innovation des Jahrtausends (Die es im Fachhandel seit jeher gibt) den Gartenplaner.

    Da muss man schon Verständnis haben, dass für die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden kein Geld mehr da ist.

    Aber wer braucht schon eine Notausgangsbeleuchtung?

    Hier wäre auch die Unterstützung des GBR aus Deutschland angebracht, denn bei diesen Zuständen geht es um weit mehr als Tarif!

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  3. Diejenigen Händler die die Sonntagsöffnung am lautesten fordern, weil das Internet den stationären Handel kaputt macht, das sind diejenigen Händler die selbst riesige Internet-Online-Shops betreiben.

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    1. Wie gut, dass du einfach die schwierige Situation des Einzelhandel erfasst. Die sollten dich nach Wermelskirchen holen und zum GF machen.

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